Marcel Cornelius Fotografie

Warum dein Profilbild auf LinkedIn mehr über dich sagt, als dir vielleicht lieb ist

Wie aktuell sollte dein Bewerbungsfoto wirklich sein?

Hand aufs Herz: Wann hast du dein Bewerbungsfoto das letzte Mal wirklich angeschaut und gedacht: „Ja, genau so sehe ich heute aus“?

Ich habe dazu vor Kurzem eine Umfrage auf LinkedIn gestartet. Das Ergebnis war ziemlich eindeutig: Die meisten Profilbilder sind älter als zwei Jahre. Manche deutlich älter. Und das ist spannend, denn gleichzeitig erwarten wir von unserem Profil maximale Aktualität, wenn es um Skills, Projekte und Jobtitel geht.

Aber wie aktuell sollte ein Bewerbungsbild oder ein Profilfoto eigentlich sein?

Eine feste Jahreszahl gibt es nicht. Zwei Jahre sind kein Verfallsdatum. Die entscheidende Frage ist eher: Entspricht das Bild noch deinem heutigen Auftreten? Frisur, Brille, Bart, Stil, Ausstrahlung – all das verändert sich oft schleichend. Und manchmal merkt man erst beim Vergleich, wie groß der Unterschied wirklich ist.

Gerade auf LinkedIn ist dein Foto kein nettes Beiwerk. Es ist dein erster Eindruck. Noch bevor jemand deine Stationen liest oder deine Projekte anschaut, entsteht ein Bild im Kopf. Und wenn dieses Bild nicht mehr zu dir passt, wirkt dein Profil unbewusst unstimmig.

Für klassische Bewerbungen gilt im Grunde dasselbe. Ein aktuelles Bewerbungsfoto signalisiert Sorgfalt und Professionalität. Kein Personaler erwartet, dass du jedes Jahr neu fotografiert wirst. Aber wenn dein Foto fünf Jahre alt ist und du heute ganz anders auftrittst, kann das irritieren. Spätestens dann wird es Zeit für ein Update.

Ein guter Richtwert aus meiner Erfahrung: Überprüfe dein Bild alle ein bis zwei Jahre bewusst. Nicht automatisch austauschen, sondern ehrlich vergleichen. Wenn du dich auf dem Foto siehst und denkst „Das bin ich“, dann ist alles gut. Wenn du denkst „Das war ich mal“, dann weißt du eigentlich schon die Antwort.

Am Ende geht es nicht um Eitelkeit. Es geht um Klarheit. Dein Profilfoto ist Teil deiner persönlichen Marke. Es sollte das zeigen, was Menschen erwarten dürfen, wenn sie dir gegenübersitzen. Und zwar heute – nicht 2022.

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