Shootings

Rot-gelber Tennisball auf einem Sandplatz, im Hintergrund ein unscharfer Tennisspieler.
Kategorie Xing, Shootings, Sonstiges

Ich fotografiere wieder. Einfach so.

Ich fotografiere wieder. Einfach so. Vor einiger Zeit habe ich mir eine kleine Fujifilm gekauft. Nicht, weil ich unbedingt eine neue Kamera gebraucht hätte. Und auch nicht, weil ich mit meiner bisherigen Ausrüstung unzufrieden gewesen wäre. Eigentlich hatte ich einen ganz anderen Wunsch: Ich wollte wieder mehr fotografieren. Nicht für einen Kunden. Nicht für einen Auftrag. Nicht für Instagram. Nicht, weil ich „Content“ brauchte. Einfach nur fotografieren. Wieder fotografieren, einfach weil ich möchte Denn irgendwann passiert etwas, wenn aus einem Hobby ein Beruf wird. Das, was einem früher unglaublich viel Freude gemacht hat, wird plötzlich zur Arbeit. Man beschäftigt sich mit Licht, Technik, Kundenwünschen, Bildauswahl, Retusche, Rechnungen und Deadlines. Und obwohl ich meinen Beruf als Fotograf wirklich liebe, verändert sich dadurch der eigene Blick auf die Fotografie. Man fotografiert zwar ständig, aber irgendwie nicht mehr unbedingt für sich selbst. Genau das wollte ich ändern. Die Idee hinter meiner kleinen Fuji war deshalb ziemlich simpel: Ich wollte eine Kamera haben, die ich einfach mitnehmen kann. Klein, kompakt und unkompliziert. Keine große Vorbereitung. Kein „Lohnt es sich, die Kamera jetzt mitzunehmen?“. Einfach einpacken und los. Und genau das hat erstaunlich gut funktioniert. Plötzlich fotografiere ich wieder Dinge, die ich sonst vielleicht einfach übersehen hätte. Licht, das durch eine Häuserzeile fällt. Eine interessante Situation auf der Straße. Menschen, die gerade völlig in ihrem eigenen Moment versunken sind. Eine bestimmte Farbe. Ein Schatten. Eine Stimmung. Und ich fotografiere wieder. Nicht, weil ich muss. Sondern weil ich möchte. Was ich dabei besonders spannend finde: Ich beschäftige mich wieder viel mehr mit dem eigentlichen Bild. Mit Bildaufbau. Mit Komposition. Mit Licht. Mit Perspektive. Mit dem richtigen Moment. Und vielleicht ist genau das der Punkt, der mir in den letzten Jahren ein bisschen abhandengekommen ist. Wenn Fotografie zum Beruf wird, geht es zwangsläufig auch viel um das Ergebnis. Das Bild muss funktionieren. Es muss den Kunden glücklich machen. Es muss zum Auftrag passen. Mit meiner kleinen Kamera fotografiere ich dagegen einfach. Ich muss nicht darüber nachdenken, ob dieses Bild jetzt „gut genug“ für mein Portfolio ist. Es muss eigentlich nur mir gefallen. Und das ist eine ziemlich schöne Freiheit. Wenn das Hobby wieder zum Hobby wird Eine Sache habe ich dabei ganz bewusst anders gemacht als bei meinen Auftragsarbeiten: Ich lasse die Nachbearbeitung weitgehend weg. Stattdessen fotografiere ich mit den verschiedenen Film Simulationen beziehungsweise Recipes, die bei Fuji möglich sind. Das Ergebnis ist direkt da. Kein Lightroom. Keine Masken. Kein Photoshop. Kein stundenlanges Herumprobieren an Farben und Kontrasten. Und natürlich könnte ich aus den Bildern noch mehr herausholen. Aber genau darum geht es mir diesmal nicht. Ich möchte nicht aus jedem Foto das technisch oder gestalterisch maximal mögliche herausholen. Ich möchte einfach ein schönes Foto machen. Und wenn es mir gefällt, bleibt es so. Das fühlt sich erstaunlich gut an. Rückblickend war die Entscheidung für diese kleine Kamera deshalb eine der besten Entscheidungen, die ich seit langer Zeit getroffen habe. Und dabei geht es eigentlich überhaupt nicht um die Fuji. Es könnte genauso gut eine andere kleine Kamera sein. Entscheidend ist, dass sie klein genug ist, um wirklich dabei zu sein. Dass man keine große Überlegung daraus machen muss, ob man jetzt fotografieren geht. Man hat sie einfach dabei. Und plötzlich gibt es wieder diese kleinen Momente, in denen man stehen bleibt und denkt: „Das sieht gerade gut aus.“ Kamera raus. Foto machen. Weitergehen. Ich liebe es, dass mein Hobby irgendwann zu meinem Beruf geworden ist. Es ist ein großes Privileg, mit Fotografie Geld verdienen zu können und jeden Tag mit Bildern, Menschen, Licht und Gestaltung zu arbeiten. Aber genau darin steckt auch ein kleiner Widerspruch. Wenn man etwas beruflich macht, bleibt manchmal weniger Raum dafür, es einfach nur aus Freude zu tun. Meine kleine Kamera hat mir diesen Raum ein Stück weit zurückgegeben. Ich fotografiere wieder häufiger Dinge, die für niemanden außer mir interessant sein müssen. Keine Auftragsarbeit. Kein konkretes Ziel. Kein fertiges Konzept. Einfach ein Bild, weil ich in diesem Moment Lust darauf hatte. Und ich merke, wie mir genau das gefehlt hat. Vielleicht braucht es manchmal also gar keine neue Kamera. Vielleicht braucht es einfach eine Kamera, die man gerne dabei hat. Eine, mit der man wieder loszieht, ohne einen Grund zu brauchen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich diesen kleinen Schritt gemacht habe. Und ich freue mich darauf, noch sehr viele Bilder damit zu machen. Einfach so.

Porträt von Marcel Cornelius lächelnden mit Brille in einem weißen Hemd vor hellem Hintergrund.
Kategorie Frankfurt, Kategorie LinkedIn, Kategorie Xing, Shootings, Sonstiges

LinkedIn-Profilbild 2026: Die 7 häufigsten Fehler von Fach- und Führungskräften

7 Fehler beim LinkedIn-Profilbild, die du 2026 vermeiden solltest Wer auf LinkedIn aktiv ist, investiert oft viel Zeit in seinen Lebenslauf, seine Beiträge und sein Netzwerk. Gleichzeitig sehe ich jeden Tag Profile von Fach- und Führungskräften, deren LinkedIn Profilbild ihrer beruflichen Wirkung regelrecht im Weg steht. Das mag hart klingen, aber die Realität ist: Menschen bilden sich innerhalb weniger Sekunden einen ersten Eindruck. Bevor jemand deinen Werdegang liest, deine Referenzen anschaut oder deinen letzten Beitrag öffnet, hat er längst dein Profilfoto gesehen. Und genau deshalb möchte ich heute etwas provokant sein. Fehler 1: Das zehn Jahre alte LinkedIn-Profilbild Wenn Kollegen, Kunden oder Geschäftspartner dich im echten Leben nicht mehr erkennen würden, ist es Zeit für ein neues Foto. Erstaunlich viele Menschen verwenden Bilder, die aus einer völlig anderen Lebensphase stammen. Andere Frisur, anderes Gewicht, anderer Kleidungsstil. Die Begründung lautet oft: „Aber auf dem Bild sehe ich besser aus.“ Die eigentliche Frage ist: Was passiert, wenn jemand dich dann persönlich trifft? Ein professionelles LinkedIn Profilbild muss nicht perfekt sein. Es sollte vor allem zu dir passen und dich so zeigen, wie du heute auftrittst. Vertrauen entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Authentizität. Fehler 2: Das Urlaubsfoto mit abgeschnittenem Partner Du lachst. Der Hintergrund ist schön. Die Lichtstimmung stimmt. Trotzdem ist es kein professionelles Profilbild. Wenn auf deinem Foto noch die Schulter deiner Partnerin, der Arm eines Freundes oder ein Stück Cocktailglas zu erkennen ist, sendet das eine klare Botschaft: „Dieses Bild war eigentlich für etwas anderes gedacht.“ Für private Netzwerke völlig in Ordnung. Für LinkedIn? Meiner Meinung nach nicht. Ein LinkedIn Businessfoto sollte nicht steril wirken, aber es sollte eindeutig zeigen, wer hier eigentlich im Mittelpunkt steht: du. Fehler 3: Zu viel Business, zu wenig Mensch Jetzt wird es kontrovers. Viele Führungskräfte sehen auf ihren Profilbildern aus, als würden sie gleich einen Großkonzern übernehmen. Verschränkte Arme. Ernster Blick. Dunkler Hintergrund. Kein Lächeln. Professionell? Vielleicht. Sympathisch? Oft nicht. Gerade auf LinkedIn geht es nicht ausschließlich um Kompetenz. Es geht um Menschen, Beziehungen und Vertrauen. Die meisten Menschen möchten heute mit echten Menschen arbeiten und nicht mit einer künstlich erzeugten Autoritätsfigur. Ein gutes Businessporträt für LinkedIn darf deshalb Persönlichkeit zeigen. Kompetenz und Nahbarkeit schließen sich schließlich nicht gegenseitig aus. Fehler 4: Der KI-generierte Perfektionswahn 2026 ist dieses Thema aktueller denn je. Immer mehr Profilbilder werden mit KI erzeugt oder massiv verändert. Makellose Haut. Perfekte Ausleuchtung. Symmetrisches Gesicht. Keine Falten, keine Hautunreinheiten und scheinbar immer das perfekte Licht. Das Problem: Viele dieser Bilder sehen mittlerweile so perfekt aus, dass sie künstlich wirken. Und sobald ein Betrachter denkt: „Irgendetwas stimmt hier nicht“, ist Vertrauen verloren. Natürlich kann KI bei der Bildbearbeitung sinnvoll eingesetzt werden. Aber zwischen einer professionellen Retusche und einem komplett künstlich erzeugten Gesicht liegt ein ziemlich großer Unterschied. Die spannendere Frage lautet deshalb: Brauchen wir überhaupt noch echte Businessporträts oder reicht künftig ein KI-generiertes Profilbild? Darüber würde ich tatsächlich gerne diskutieren. Fehler 5: Das Bewerbungsfoto von gestern LinkedIn ist längst kein digitales Bewerbungsportal mehr. Viele Profilbilder orientieren sich aber noch immer an klassischen Bewerbungsfotos aus den frühen 2000ern: neutraler Hintergrund, steife Haltung, kontrollierter Gesichtsausdruck und möglichst wenig Persönlichkeit. LinkedIn lebt heute von Sichtbarkeit, Persönlichkeit und Vernetzung. Wer dort wirkt wie auf einem Behördendokument, verschenkt Potenzial. Ein gutes Profilfoto für LinkedIn muss deshalb nicht aussehen wie ein klassisches Bewerbungsfoto. Es darf moderner, persönlicher und stärker auf die eigene berufliche Positionierung zugeschnitten sein. Fehler 6: Das „Ich mach das später“ Der vielleicht häufigste Fehler überhaupt. Menschen investieren Tausende Euro in Weiterbildungen, Coaching oder Marketing. Sie optimieren ihre Website, schreiben regelmäßig Beiträge und bauen ihr Netzwerk aus. Aber ein aktuelles Profilbild? Das wird seit drei Jahren verschoben. Dabei gehört das LinkedIn-Profilbild zu den wenigen Elementen, die praktisch jeder Besucher deines Profils wahrnimmt. Und genau deshalb sollte es nicht wie eine Nebensache behandelt werden. Fehler 7: Die Annahme, das Profilbild sei unwichtig Das ist die Aussage, die ich am häufigsten höre: „Meine Kompetenz hängt doch nicht von meinem Foto ab.“ Stimmt. Deine Kompetenz entsteht durch dein Wissen, deine Erfahrung und deine Ergebnisse. Aber dein Foto entscheidet oft darüber mit, welchen ersten Eindruck du hinterlässt und ob sich jemand überhaupt die Zeit nimmt, diese Kompetenz zu entdecken. Das mag unfair sein. Menschen funktionieren trotzdem so. Ein gutes LinkedIn-Profilbild ersetzt keine Kompetenz. Aber es kann dafür sorgen, dass dein gesamtes Profil von Anfang an professionell, authentisch und passend zu deiner Positionierung wirkt. Eine unbequeme Frage zum Schluss Wenn du heute dein LinkedIn-Profil zum ersten Mal sehen würdest: Würdest du auf Basis deines Profilbildes mit dir selbst Kontakt aufnehmen? Oder würdest du weiterscrollen? Mich interessiert tatsächlich deine Meinung: Sind professionelle LinkedIn-Profilbilder im Jahr 2026 noch wichtiger geworden oder verlieren sie durch KI und Social Media langsam an Bedeutung? Ich bin gespannt auf die Diskussion. Denn genau bei diesem Thema gehen die Meinungen derzeit weit auseinander. Und vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, dein eigenes Profilbild einmal mit den Augen eines Menschen zu betrachten, der dich noch nicht kennt.

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